Praxisbeispiele

Projekte & Prozesse

Nachhaltige Geschäftsmodelle im Tourismus

Eine seit Jahren erfolgreiche Tourismus-Region hat sich entschieden ein Programm zu initiieren, mit dem Betriebe ihre bestehenden Geschäftsmodelle bezüglich Nachhaltigkeit hinterfragen und weiterentwickeln können. Vorhandene Erfahrungen und Wissen sollen vertieft, innovative Zugänge geschaffen werden. Konkrete Maßnahmen sollen auf Basis von zu erstellenden CO2-Bilanzen entwickelt und umgesetzt werden.

Die Verantwortlichen des Tourismusverbandes sind überzeugt, damit einen tiefgreifenden Wandel hin zu einer nachhaltigen Tourismusregion einzuleiten und innovative nachhaltige Geschäftsmodelle verstärkt zu etablieren. Die Initiative soll im Idealfall auch der Beginn einer regionalen Gesamtentwicklung sein, in der Hoteliers, Gastronomie, bäuerliche und andere Betriebe, inkl. Verkehrs- und Energieunternehmen, Schritt für Schritt praktische Konzepte entwickeln, erproben und umsetzen und damit die Region neu positionieren. Gleichzeitig wissen die Initiatoren des Projekts um die Herausforderungen, die diese Veränderungen mit sich bringen können – Sensibilität für die Dynamik, die in derartigen Entwicklungsprozessen entsteht, ist daher wichtig.

Tourismusbetriebe finden in der Fallstudie Ansatzpunkte und Ideen, wie Nachhaltigkeit (z.B. CO2-Bilanz) festgestellt und darauf aufbauend innovative Geschäftsmodelle (weiter-) entwickelt werden können. > Zur Fallstudie Tourismus

Nachhaltiger beschaffen

Ein mittelständischer Betrieb stellt Berufsbekleidung her. Einer seiner wichtigsten Abnehmer prüft im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsberichterstattung die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der Vorkette. Dies nimmt die Geschäftsführung zum Anlass die eigene Beschaffung nachhaltiger zu gestalten. Auf Basis von durchgeführten Lieferketten- und Länderrisikoanalysen werden in einem partizipativen Prozess mit Mitarbeitenden aus Einkauf, Produktion und Verkauf eine Strategie und Maßnahmen erarbeitet. Zielerreichung und Umsetzungsprobleme werden in jährlichen Berichten dokumentiert.

Sinn-Erneuerung

Ein Pionierunternehmen der Bio-Lebensmittelbranche ist stolz auf seinen Markterfolg. Doch das rasante Wachstum der letzten Jahre hat die Werte der Organisation verwässert. Es wird daher ein Prozess zur Sinnsuche aufgesetzt: Was wollen wir in die Welt bringen? Dieser Frage geht eine Gruppe von Vertreter*innen unterschiedlicher Unternehmensbereiche in einem dreitägigen Workshop nach. Das Ergebnis, der „Purpose“, wird anschließend über eine Großgruppenveranstaltung und zahlreiche Alltagsinterventionen in die Gesamtorganisation getragen. 

Strategie selbstorganisiert umsetzen

Das CSR-Team eines Gesundheitsverbundes stellt in der Führungsklausur seine geplanten Aktivitäten vor. Schnell wird klar, wie sehr die Fragen und Ziele von Nachhaltigkeit in nahezu alle Unternehmensbereiche hineinspielen. Diese Erkenntnis initiiert unerwartet themenbezogene, bereichsübergreifende Projektgruppen. Kreativ und „unbürokratisch“ setzen diese sich ihre Aufgaben, organisieren die erforderlichen Expertisen in der Belegschaft und kreieren eine sehr flexible Struktur, die künftig die Abstimmung zwischen den Projekten und mit der Gesamtsteuerung sicherstellen. Selbstorganisiert entsteht hier eine lebendige Umsetzung der Strategie unter Beteiligung aller Bereiche und Ebenen. 

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